Die Säule 3a ist eines der besten Steuergeschenke der Schweiz: Was du einzahlst, ziehst du vom steuerbaren Einkommen ab. Doch ein grosser Teil des Gewinns verschwindet oft unbemerkt wieder, durch Gebühren. Und Gebühren wirken anders, als die meisten denken.
Warum 0,7% über die Jahre so viel ausmachen
Die Gebühr wird jedes Jahr auf dein gesamtes Kapital erhoben, nicht nur auf die neue Einzahlung. Über eine Erwerbskarriere von 30 oder 40 Jahren wächst dieser Effekt zusammen mit dem Zinseszins zu einem riesigen Betrag. Ein Unterschied von nur 0,7% pro Jahr kann bei einem gut gefüllten 3a-Konto am Ende mehrere zehntausend Franken ausmachen. Nicht, weil du mehr einzahlst, sondern nur, weil ein Anbieter teurer ist als der andere.
Die Arten von Säule 3a, und was sie kosten
- 3a-Konto (Zins): reines Sparkonto, kaum Gebühren, aber auch kaum Rendite. Über viele Jahre bis zur Pensionierung verschenkst du hier Wachstum.
- 3a-Wertschriften bei der Bank: in Fonds investiert, aber oft mit 0,8% bis über 1,2% Gesamtkosten pro Jahr, versteckt im Fonds.
- Digitale Anbieter: finpension, VIAC oder frankly investieren dein Geld breit gestreut für deutlich unter 0,5% pro Jahr.
Vorsicht bei der 3a-Versicherungspolice
Eine 3a-Police mischt Sparen mit einer Versicherung. Das klingt praktisch, hat aber Nachteile: hohe Kosten in den ersten Jahren, wenig Flexibilität und teils happige Verluste, wenn du früher aussteigen musst, etwa bei einem Jobverlust. Wer Vorsorge und Versicherung trennt, fährt fast immer günstiger und flexibler.
Worauf es wirklich ankommt
- Gesamtgebühr: nicht nur die Verwaltungsgebühr, sondern alle Kosten zusammen, inklusive der Kosten im Fonds.
- Investiert statt bar: über viele Jahre schlägt ein breit gestreutes Wertschriften-3a das reine Zinskonto deutlich.
- Keine Provisionen: lass dir nichts verkaufen, was dem Verkäufer eine Kommission bringt. Die günstigsten Lösungen haben keine.
So wechselst du zu tieferen Gebühren
Ein bestehendes 3a-Guthaben lässt sich steuerfrei zu einem günstigeren Anbieter übertragen. Du eröffnest ein Konto bei einem digitalen Anbieter und beauftragst den Übertrag, den Rest erledigen die Anbieter unter sich. Tipp: Wer über die Jahre mehrere 3a-Konten führt und sie später gestaffelt bezieht, spart bei der Auszahlung zusätzlich Steuern.
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