Viele in der Schweiz zahlen 60–90 Franken im Monat fürs Handy, und bekommen für einen Bruchteil davon genau dasselbe Netz. Der Grund: die günstigen Marken mieten sich in die Netze der drei grossen Anbieter ein.
Das Wichtigste zuerst: es ist dasselbe Netz
In der Schweiz gibt es nur drei physische Netze: Swisscom, Sunrise und Salt. Die Billigmarken nutzen exakt dieselben Antennen:
- Swisscom-Netz: u.a. Wingo, M-Budget Mobile, Coop Mobile.
- Sunrise-Netz: u.a. yallo, Lebara, TalkTalk, Quickline.
- Salt-Netz: u.a. Salt, spusu, Lidl Connect.
Ein Abo von Wingo läuft also über dieselbe Swisscom-Abdeckung wie ein Swisscom-Abo, nur deutlich günstiger. Für die allermeisten gibt es keinen Grund, den Aufpreis der Hauptmarke zu zahlen.
Worauf es wirklich ankommt
- Daten: Wie viele GB brauchst du in der Schweiz? Viele unterschätzen sich, mit WLAN zuhause und im Büro reichen oft 5–10 GB.
- Roaming: Reist du in die EU? Dann achte auf inkludiertes EU-Datenvolumen, sonst wird es im Ausland schnell teuer.
- Anrufe: Fast alle Abos haben heute unbegrenzte Anrufe in der Schweiz, kein Grund, dafür extra zu zahlen.
Die Aktionspreis-Falle
Viele günstige Angebote sind Aktionspreise, die nach 12 Monaten auf den regulären Tarif steigen. Rechne mit dem Preis nach der Aktion, oder wechsle einfach erneut, wenn die Aktion ausläuft. Es gibt keine Wechselgebühr.
So wechselst du (ohne deine Nummer zu verlieren)
Der neue Anbieter übernimmt die Rufnummernportierung. Wichtig: kündige dein altes Abo nicht selbst, die Portierung durch den neuen Anbieter löst die Kündigung automatisch aus. Kündigst du zuerst selbst, kann deine Nummer verloren gehen. Prüfe nur die Mindestvertragsdauer deines aktuellen Abos.
Anders als bei der Krankenkasse gibt es keine Jahresfrist, du kannst wechseln, sobald dein Vertrag es zulässt. billfox zeigt dir die günstigsten passenden Abos aus allen drei Netzen, für deine echte Nutzung.